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Havelaufwärts bis Kratzeburg

Mit dem Labussee bei Zwensow endet die schiffbare Wasserstraße. Nach passieren der Schleuse Zwenzow oder dem Übersetzen mit der Bootsschleppe beginnt eine 23 km lange Fahrt durch den Müritz-Nationalpark. Hier ist nur das Knauwandern erlaubt.

Durch die Havel erreicht man nach passieren der Straßenbrücke den Useriner See. Die Pfahlrinnen zu Beginn des Sees sind Zeugen der Flößerei. Hier wurden einst Flöße gebunden. Die Campingplätze am See, am westlichen Ufer FKK-Plätze, laden Wasserwanderer zum Übernachten ein.

Die Insel im Uriner See sollte nicht betreten werden. Ein Besuch des Ortes Userin verspricht ein besonderes Erlebnis. Dicht am Ufer des Sees brfindet sich die Vylym Hütte, mit einer Ausstellung einheimischer Vögel. Gern läßt der Ornithologe, Herr Schmidt, seine Besucher auf Tonband aufgenommene Vogelstimmen erraten. Hier erlebt mancher eine Überraschung und geht mit einer neuen Einstellung zum Verhalten in der Natur von dannen. An den Useriner See schließt sich der Zierzsee an, wo die vorgegebene betonnte Fahrrinne unbedingt einzuhalten ist.

Wild-romantisch ist die anschließende Fahrt über die Havel zum Görtowsee. Der Erlenbuchwald am Ufer, überhangende Bäume und Seerosenfelder sind zu bewundern.

Wer ruhig und aufmerksam paddelt, sieht auch die ein Sonnenbad nehmende Ringelnatter, den scheuen farbenprächtigen Eisvogel im Ufergehölz oder hoch in der Luft segelnden Fischadler.

Havelaufwärts erreicht man den Ort Blankenförde und einige hundert Meter weiter einen Stichgraben. Der die Verbindung zum Jamelsee mit dem Campingplatz herstellt. In diesem Stichgraben muß etwa über eine Strecke von 100 m das Kanu getreidelt werden. Auf dem Jäthensee ist die vorgeschriebene Fahrtstrecke durch Bojen gekennzeichnet.

Im Anschluß führt die Havel durch die Wiesenlandschaft am Ort Babke vorbei bis zum Wehr an der ehemaligen Babker Schleuse. Hier muß übergesetzt werden. Der stark verschilfte Zotzensee weist durch die vorgegebene betonnte Durchfahrstrecke auf seine Bedeutung als Kerngebiet im Nationalpark hin. Nach einer kurzen Strecke auf der Havel wird der Pagelsee erreicht, an dessen Ende eine etwa 650 m lange Strecke an der Granziner Mühle über Land zurückgelegt werden muß. Eine Bootsschleppe ist vorhanden.

Über den Schulzensee, den Granziner See erreicht der nun inzwischen müde Wasserwanderer den Käblicksee bei Kratzeburg mit dem Campingplatz. Die befahrbare Wasserstraße endet hier. Eine Wanderung zu den Havelquellseen auf dem ausgeschilderten Wanderweg, nur wenige km entfernt macht die Haveltour komplett, ist man doch bis zur Quelle dieses schönen Flusses vorgedrungen.








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